1898, 1919 und 1996. Das sind die drei Zahlen, die jeder Fux für seine Burschenprüfung lernen muss. Während sich viele Verbindungen mit ihrem Gründungsdatum schmücken und sich meist mit dem ältesten Datum einer möglichst langen Tradition rühmen, haben wir uns für den entgegengesetzten Weg entschieden. So fand also Mitte Oktober 2026 pünktlich unser 30. Stiftungsfest statt.
Die Planungen für dieses Wochenende begannen bereits lange im Voraus. Schon Ende des vergangenen Jahres setzte sich ein Planungskomitee zusammen, um die vielfältigen Möglichkeiten für den Ball und das Exrummel zu diskutieren. Auch die Aktivitas leistete umfangreiche Vorarbeit und beschäftigte sich in vielerlei Kleinarbeit mit den unterschiedlichsten Details. Dabei wurden sowohl wichtige organisatorische Fragen als auch vermeintliche Kleinigkeiten ausführlich besprochen. All diese Vorbereitungen sollten nun in einem einzigen Wochenende zusammenkommen.
Den Auftakt bildete am Freitag der Festkommers bei der Wiking. Da sich zahlreiche Gäste, insbesondere aus dem ATB angekündigt hatten, war bereits einen Monat zuvor klar, dass der Kommers nicht auf unserem Haus stattfinden konnte. Dankenswerterweise stellte uns die Wiking ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, sodass wir den Abend dort verbringen konnten. Der Kommers bot einen gelungenen Auftakt für das Wochenende. Zugleich ergab sich bereits die Gelegenheit, die Bundesgeschwister aus dem ATB, die uns über das gesamte Wochenende begleiten sollten, näher kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Nach diesem gelungenen Beginn wurde das Programm am Samstag mit der AV-Sitzung fortgesetzt. Parallel dazu wurde ein Gästeprogramm angeboten, sodass auch unsere angereisten Gäste den Tag abwechslungsreich gestalten konnten. Interessanterweise hatten wir knapp 20 Gäste auf unserem Haus zu beherbergen. Damit wurde vermutlich sogar ein neuer Rekord aufgestellt, denn noch nie zuvor dürften so viele Personen gleichzeitig bei uns auf dem Haus untergebracht gewesen sein.
Nach dem ereignisreichen Vormittag blieb nur wenig Zeit, bis am Abend pünktlich der Stiftungsfestball im Lokal Bobby Reich begann. Die Wahl des Austragungsortes hatte uns bereits das gesamte Jahr über beschäftigt. Während sich einige für das klassische Flughafenhotel aussprachen, in dem wir über viele Jahre hinweg zu Gast gewesen waren, gab es eine zunehmend größere Gruppe, die nicht zuletzt angesichts der gestiegenen Kosten des Hotels dafür plädierte, sich nach einer Alternative umzusehen. Nach längeren Überlegungen, vielen Besichtigungen und vielen Debatten fiel die Wahl schließlich auf das Bobby Reich.
Auch hier wurden wir von den Anmeldezahlen überrascht, die unsere Erwartungen deutlich übertrafen. Erst wenige Tage vor dem Ball fassten wir deshalb den Entschluss, das gesamte Bobby Reich anzumieten. Dadurch stand uns zusätzlich der eigentliche Restaurantbereich zur Verfügung, der ursprünglich gar nicht für uns vorgesehen gewesen war.
Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig. So stand uns das gesamte Lokal zur Verfügung und bot ausreichend Platz zum Tanzen, Verweilen und für angeregte Gespräche. Besonders schön war außerdem, dass die Bar exklusiv nur für uns zur Verfügung stand. Insgesamt bot das Bobby Reich damit einen hervorragenden Rahmen für einen gelungenen Stiftungsfestball, bei dem wir gemeinsam feiern und den Abend in vollen Zügen genießen konnten.
Auch der Sonntag bot einen würdigen Abschluss des Wochenendes. Anders als in den vergangenen Jahren beließen wir es diesmal nicht bei einem Spaziergang im Niendorfer Gehege. Dank der Unterstützung des OV und insbesondere von Prinz konnten wir stattdessen eine Hafenrundfahrt organisieren, für die eigens ein Boot angemietet wurde. Obwohl die meisten Gäste aus dem ATB zu diesem Zeitpunkt bereits abgereist waren, freuten wir uns, dass einige von ihnen auch am Sonntag noch dabei sein konnten. Gemeinsam genossen wir die Fahrt durch den Hamburger Hafen.
Ein kleines, aber feines kulinarisches Highlight waren die eigens in unseren Farben Rot-Weiß-Rot hergestellten Hanseaten, die uns während der Fahrt als Verköstigung dienten. Sie waren nicht nur eine willkommene Stärkung, sondern passten auch hervorragend zu unserem Stiftungsfest. Nach der Hafenrundfahrt war der Weg zum nächsten Programmpunkt glücklicherweise nicht weit. Wir wechselten gewissermaßen direkt von einem Boot zum anderen und ließen das Wochenende im Restaurant Feuerschiff ausklingen. Dort wurde unter anderem die Damenrede von unserem neuen Fux Jorve vorgetragen.
Alles in allem war es ein rundum gelungenes Stiftungsfestwochenende, das ohne die umfangreichen Vorbereitungen und den Einsatz zahlreicher Beteiligter nicht möglich gewesen wäre. Deshalb möchte ich mich abschließend noch einmal ausdrücklich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen haben. Mein besonderer Dank gilt dem Planungsteam, das sich bereits Monate im Voraus mit viel Engagement der Organisation gewidmet hat, sowie meiner großartigen Aktivitas, die mit vollem Einsatz dafür gesorgt hat, dass das Wochenende reibungslos und sicher verlaufen konnte.
Das 30. Stiftungsfest hat einmal mehr gezeigt, wie viel sich mit gemeinschaftlichem Engagement auf die Beine stellen lässt. Ich freue mich auf die kommenden Veranstaltungen und darauf, die Tradition unserer Verbindung gemeinsam weiterzuführen.
Arte Z! X